Eine Herausforderung für unsere Gemeinde –

der Neubau des Feuerwehrgerätehauses

 

 

Von der Kapelle...

zur Wiese...

 

 

zum Feuerwehr-

gerätehaus

 

Es ist fast geschafft...

Der Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses unserer Gemeinde geht in die letzte Phase.

 

Nach vielen nervenaufreibenden Gesprächen mit dem ev.-luth. Kirchenkreis Hamburg-Ost, nach jahrelanger Planung, unterschiedlichen Entwürfen, Beschlussvorlagen, Rückbau der Kapelle und zuletzt die entscheidende Standortklärung begannen die ersten Bauarbeiten im Dezember 2019.

 

Jedem Mitglied der Gemeindevertretung, den Fachbereichsleitern des Amtes für Bauen und Umwelt, dem Planungsbüro und den ausführenden Architekten, die Firma Hauke und Grube, war klar: das wird ein Kraftakt mit einigen Hürden.

Denn man wusste, dass die Todendorfer Kirche auf Pfählen stand, da der Untergrund damals nicht hinreichend tragfähig war. Um ganz sicher zu gehen, wie die Beschaffenheit des Bodens ist, mussten Probebohrungen ausgeführt werden. Diese bestätigten den schlechten Baugrund. Es stand nun fest, dass auch für das neue Gebäude eine Tiefgründung auf Pfählen erforderlich würde.

 

Anfang Dezember 2019 begannen die Pfahlbohrungen mit einer Tiefe von 16 - 19 Metern. Die Herstellung der 38 Gründungspfähle aus Stahlbeton wurde bereits am 17.12.2019 beendet. Über Weihnachten und Neujahr musste der Beton der Gründungspfähle einige Wochen aushärten.

Im Januar wurden nach Aushärtung die Pfahlköpfe freigelegt und die Rohbauarbeiten begannen mit der Einschalung und Herstellung der Grundbalken. Ein langwieriger Prozess, denn immer wieder wurden die Arbeiten durch Sturm, Wasser und Matsch verzögert. Danach wurden verschiedene Grundleitungen unter den Grundbalken und in den Fundamentzellen verlegt und verfüllt. Bis dahin lagen die Arbeiten noch gut im Zeitplan. Doch dann sorgte die Corona-Epidemie für wochenlange Verzögerungen.

Am 8. Mai 2020 wurde schließlich die Fundamentsohle betoniert.

 

Ebenfalls im Dezember 2019 begannen auf dem Gelände auch die Erschließungsarbeiten an der Zufahrtsstraße. Die Erschließungsarbeiten werden durch das Ing.-Büro Heidel betreut und von der Firma TSB aus Gadebusch ausgeführt. Zunächst wurde für die Erschließungsstraße der Oberboden abgetragen und auf Freiflächen zwischengelagert. Dann wurden Rohr- und Schachtmaterial für die Regenwasserkanalisation in die Tiefe gelegt.

 

Im Prinzip haben wir es auf dem Gelände also mit zwei Bauvorhaben zu tun, die mehr oder weniger zeitgleich bearbeitet werden, auch teils ineinander greifen, aber dennoch getrennt voneinander zu betrachten sind. Das ist zum einen der Bau des Feuerwehrgerätehauses als Gebäude und zum anderen die Grundstückserschließung mit den verschiedenen Leitungssystemen (Regenwasser, Schmutzwasser, Trinkwasser, Strom, Gas, Telekommunikation), Schachtbauwerken, Straßenbau (Fahrbahn, Gehweg, Parkplätze, Feuerwehrzufahrt) sowie Straßenbeleuchtung und Beschilderung.

 

Mittlerweile sind die Leitungssysteme in der Erde, die neue Straße und der Gehweg sind fertig gestellt. Einen Namen erhielt die Straße in der Zwischenzeit auch, sie wird „Meiereigraben“ heißen.

Die Parkplatzflächen sind gepflastert und Kabel für Straßenbeleuchtung, Parkplatzbeleuchtung und Absperrschranke sind weitgehend vorbereitet.

Der Oberboden wurde teilweise schon in Flächen für spätere Grünanlagen verfüllt und wird fortlaufend ergänzt, sobald alle anderen Arbeiten auf solchen Flächen abgeschlossen sind.

 

Aktuell:      Straßenbau und Erschließung

Fertigstellung der Parkplätze.

 

 

Hochbauarbeiten

Seit Montag, den 11. Mai 2020, wird gemauert. Im Erdgeschoss entstand das tragende Mauerwerk aus Kalksandstein sowie die Innenwände.

Im Juni wurden die Stahlbeton-Deckenelemente der Halbfertigteil-Stahlbetondecke auf das Mauerwerk im EG gesetzt, verschalt, Stahl-Bewehrung vom Prüfstatiker abgenommen und die Stahlbetondecke mit Ortbeton, 20 cm dick, fertig gestellt.

Ende Juni wurde mit der Herstellung des Mauerwerks im OG begonnen. Die Stb-Giebelbalken an der Ostseite (Versamm-lungsraum) sowie der Stb-Sturz über den Toren der Fahrzeughalle wurden betoniert.

Anfang Juli wurde der Einbau der Schächte der Ölabscheider-

anlage vervollständigt und die Baugrube wieder verfüllt. Der

Stb-Giebelbalken an der Nordseite (zur Altenfelder Straße) sowie der Stb-Balken über der Wand an der Stirnseite des Fahrzeughalle wurde betoniert

Außerdem wurde das Bauschild aufgestellt.

Weiterausbau des Mauerwerks und Beginn der Verblendmauerwerks-Arbeiten. Der Dachstuhl wurde errichtet. Am 18. September 2020 wurde Richtfest gefeiert.

Der Dachstuhl steht, die Dacheindeckung erfolgte, Fenster, Türen und Tore sind eingebaut.

Die Estricharbeiten wurden im März 2021 fertig gestellt.

Aktuell:     Derzeit laufen diverse Innenarbeiten wie Maler-, Sanitär- und

Lüftungs- sowie Elektro-Arbeiten.

In Planung sind die Fliesenarbeiten und der Kücheneinbau.

 

Nächstes Ziel:

Fußwegerneuerung um das Grundstück herum und

Inbetriebnahme des Gebäudes.

 

Mehrfach wurde danach gefragt, warum das Gebäude im Fundamentbereich so hoch wird. Tatsächlich ist die Oberkante Estrich im Erdgeschoss nur ca. 20 cm höher als die vorher dort stehende Kapelle. Und zwar ist die Oberkante Estrich ziemlich genau 1,0 m höher als die Straßenoberfläche der Altenfelder Straße bei den Telekom-Verteilerkästen an der Verkehrsinsel. Während der Fundamentarbeiten wurde ja zunächst mal eine Menge Boden abgetragen, was dann zu schroffen Kanten und optischen Täuschungen geführt hat.

Das Gebäude selbst wird eine Firsthöhe von ca. 8,60 über Oberkante Estrich und ca. 9,60 m über Straßen-Bezugshöhe erhalten und somit nicht wesentlich höher sein als die umliegende Bebauung.


 

Zahlen, Daten, Fakten:

7. Oktober 2019: Festlegung des neuen Standorts auf dem alten Kirchengelände
Dezember 2019: Tiefgründung auf 38 Stahlbetonpfählen
Januar 2020:

Beginn der Rohbauarbeiten

8. Mai 2020: Betonierung der Fundamentsohle
11. Mai 2020: Beginn der Maurerarbeiten
18. September 2020: Richtfest
Fertigstellung: voraussichtlich Ende April 2021
   
Grundstück: 2.250 m²
Nutzfläche Gerätehaus 553 m² + Ausbaureserven im Obergeschoss
Fahrzeughalle: knapp 200 m² mit 3 Stellplätzen
Schulungsraum: 82 m²
diverse Umkleide- und

Sanitärräume. Werkstatt, Lager-und Abstellräume,

2 Büros

Wohnung im Obergeschoss: etwa 65 m²
neue Zufahrtstraße: "Meiereigraben" von der Hauptstraße aus
Alarmausfahrt: zur Altenfelder Straße
Investitionskosten:

einschl. Grundstückserwerb, Abriss der Kapelle, neue Pfahlgründung sowie einer Wohnung im Obergeschoss, die nicht zum Feuerwehr-Betrieb gehört und von der Gemeinde vermietet wird,

rund 3,4 Millionen Euro.

Zuschüsse:

Land Schleswig-Holstein 155.000,- Euro +

Verkauf von 2 Baugrundstücken (ca. 1.200 m²) durch die Gemeinde neben dem Feuerwehr-Gebäude